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Frühjahrstagung beim NDR in
Hamburg, 20.-22. April 2020

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26 Bonner Kostbarkeiten - ein Vademecum zum Tagungsort 2018

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K
Keimzelle des Frauenfußballs

Am 15. Juni 1975 standen 2.500 Zuschauer im Bad Godesberger Pennenfeldstadion Kopf. Die Bonner Frauenfußballmannschaft gewinnt im Finale gegen den FC Bayern mit 4:2 die Deutsche Meisterschaft. Endlich war die Bundeshauptstadt auch im Fußball national präsent.

Erst vier Jahre zuvor wurde die Frauenabteilung im Bonner SC gegründet, nachdem der DFB 1971 überraschend den Spielbetrieb für den Frauenfußball auf Landesverbandsebene offiziell einführte.

Der umtriebige ehemalige Bonner Spieler Willi Krahe akquirierte - wo immer er konnte - die besten Fußballerinnen der Nation für den Aufbau eines konkurrenzfähigen Frauenteams. Die neue Mannschaft spielte sehr erfolgreich, und bereits 1974 spielten die Frauen bei der ersten Deutschen Meisterschaft der Damen mit. Der rasante Aufstieg gipfelte nur ein Jahr später im Finale um die Deutsche Meisterschaft 1975 in Bad Godesberg. „Staunen, Tränen, Jubeltrauben“, titelte der Bonner General-Anzeiger. Und sage und schreibe 100 D-Mark zahlte der DFB damals an jede Spielerin für den Titelgewinn. Das hinderte eine Zeitung nicht daran, über die erfolgreiche Kickerin Monika Larmann zu titeln: „Die teuersten Beine nach Marlene Dietrich“.

Leider ging es mit dem Frauenfußball in Bonn schnell bergab. Die besten Spielerinnen waren zu finanzstärkeren Clubs gewechselt, und nach dem Viertel-Final-Aus im Jahr 1976 und weiteren Abstiegen wurde die Abteilung Frauenfußball beim BSC in den Achtzigerjahren schließlich aufgelöst. Und das Meisterarmband des DFB mit der Gravur „Deutscher Meister 1975“ wurde aus einer Vitrine im Kreishaus Euskirchen bei Bonn geklaut und ist seitdem nicht wieder aufgetaucht. „Wat fot es, es fot“ würde man in Köln sagen.

  Letzte Änderung: 21.03.2018