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Frühjahrstagung in Leipzig
Tagung 17
newcomer forum
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Aktuelles Seminar
Recherche in sozialen Netzwerken 24.-25.10.2018

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Tagungsdokumentation 2017
Fotodokumentation 2017
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Rednerliste der Frühjahrstagung 2018

Eröffnungsveranstaltung

Begrüßung
Mario Müller (ProSiebenSat.1 Produktion GmbH)

Grußwort
Prof. Dr. Hans Walter Hütter (Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland)

Eröffnungsvortrag

Moments of truth – How to fact check the internet
Henk van Ess

Session 1: Zukunft KI Zukunft KI

Moderation
Rüdiger Baumberger (APA-DeFacto Datenbank & Contentmanagement GmbH)

KI ante portas, oder: zwischen Hype und Archiv-Realität – ein Laborbericht aus der D+A-Praxis
Dr. Christian Vogg (Schweizer Radio und Fernsehen)
Wenn nicht jetzt, wann dann? Die Zeit ist reif, vielleicht sogar überreif, künstliche Intelligenz im Archiv einzusetzen. Neben Audio- und Textmining drängen verstärkt Anwendungen für die Analyse von Bewegtbild auf den Markt: Gesichtserkennung, Keywords, Entitäten. Jede Woche preist ein neuer Hersteller seine Dienste an. Um diese Euphorie in fruchtbare Bahnen zu lenken, hat D+A im SRF einen strukturierten „Reality-Check“ angestossen. Es geht um Antworten auf diese Fragen:
- Welche Qualität an Metadaten liefern uns die KI-Tools tatsächlich?
- Welche Tools kommen heute bereits in Frage - und welche (warum) nicht?
- Welcher messbare Nutzen ist erwartbar: weniger Aufwand, höhere Qualität der Metadaten, besserer Service?
- Welche Aufgaben von D+A eignen sich besonders für den Einsatz von KI?
- Wie passen KI-Tools in die (technischen) Workflows?
- Mit welchen Kosten ist zu rechnen?
- Welcher Schulungsaufwand wird nötig?
Der Vortrag zeigt mittels konkreter Beispiele das aktuelle Dilemma auf zwischen den Möglichkeiten (und dem Druck), KI-Tools zu verwenden und den vielfältigen Anforderungen von D+A, hochqualitativen Service zu liefern bei gleichbleibendem bzw. sinkenden Budget.

Media Intelligence – praktische Erfahrungen und Use Cases mit aktueller KI-Technologie im Medienbereich
Melanie Matuschak (Qvest Media GmbH Media) und Yvonne Thomas (Arvato Systems S4M GmbH)
Intelligence (aka AI, Analytics, Cognitive Computing …) ist aktuell eines der heißesten Themen in allen IT-getriebenen Industrien. Insbesondere für die mit großen Datenmengen umgehenden Medienunternehmen kann diese Technologie helfen, durch automatisiert erzeugte oder angereicherte Metadaten die effiziente Nutzung von Content zu verbessern. In diesem Vortrag werden wir das Thema künstliche Intelligenz im Informationsworkflow von verschiedenen Seiten beleuchten: Auf der einen Seite werden wir anhand von Erfahrungen mit dem Media Intelligence Framework von Qvest Media brodcast- relevante Use Cases schauen, die Bild-, Gesichts-, Sprach- und Sprechererkennung für dediziertes Material zugänglich machen. Auf der anderen Seite werden wir mit VPMS MediaPortal von Arvato Systems verschiedene Szenarien vorstellen, wie wir crossmedial diese Informationen innerhalb der intuitiven Webapplikation für die Enterprise-weite Suche integrieren. Wir zeigen auf, wie komfortabel entsprechender Inhalt gefunden werden kann und welche Strategien im Umgang mit unbekannten Taxonomien und Linked-Data bereits in dem Produkt realisiert sind. Zudem widmen wir uns den Themen der stratifizierten Darstellung und dem Training der Algorithmen direkt aus dem User Interface heraus. Darüber hinaus ist wichtig zu verstehen, wo man mit der Nutzung dieser neuen Technologien beginnt und wie man sie mit den heutigen Medien- und Geschäftssystemen verbindet, um nicht neue, getrennte, Informationssilos zu erzeugen.

Machine Learning und Automated Workflows für das Media Content Management
Markus Ahorner (Ahorner & Partner)
In diesem Vortrag wird gezeigt, wie sich industrielle Erfahrungen beim Informationsmanagement mit maschinellem Lernen und automatischen Workflows als Best Practices auf die Medienindustrie und Informationswirtschaft übertragen lassen. In einem einführenden, vereinfachten theoretischen Teil erläutern die Referenten die Prinzipien und die Methoden von
• maschinellem Lernen, neuronalen Netzen und rekurrenten neuronalen Netzen zum Aufbau von Datenmodellen für den operativen geschäftlichen Einsatz;
• intelligenten Workflowsystemen zur automatisierten Bearbeitung von kompletten Geschäftsabläufen.
Anhand von zwei konkreten Praxisbeispielen werden anschließend gezeigt:
• Wie Supervised Learning und maschinelles Lernen zur Qualitätssicherung einer Industrieanlage eingesetzt werden und welche Prinzipien (Metadatenerfassung, Bildverarbeitung, Training des Systems, statistische Qualitätsaussagen etc.) auf den Aufbau von Media-Content-Datenmodellen übertragen werden können.
• Wie in einer Landesbank automatische Workflowsysteme eingesetzt werden, um Beratungs- und Verkaufsinformation zu erstellen, zu erfassen, zu publizieren und an über hundert Sparkassen zu verteilten. Diese Prinzipien lassen sich zur Automation der Abläufe in Dokumentation, Archivierung und Bereitstellung von Medien in der Informationswirtschaft nutzen.
• Welche konkreten Optimierungen und Einsparungen sich heute bereits aus der Nutzung solcher Lösungen ergeben.
Auf dieser Basis wird diskutiert:
• welche speziellen Anforderungen bei der automatischen Verarbeitung von Bildinformation und bei der Identifikation, Erfassung und Nutzung von Medien-Metadaten entstehen;
• welche technischen Lösungsansätze für eine schnelle Übertragung auf die Medien- und Informationsbranche genutzt werden können;
• der Ausblick auf die aktuelle und zukünftige technische Entwicklung.

Session 1: Zukunft KI #2 Projekt I-Media-Cities
Jan Philipp Richter (Deutsches Filminstitut - DIF e.V. / Deutsches Filmmuseum)
Im Rahmen des EU-geförderten Projekts I-Media-Cities soll das audiovisuelle Erbe europäischer Großstädte unter anderem unter Einsatz automatischer Videoanalyse- und Annotations-Tools zugänglich und verfügbar gemacht werden. Das Deutsche Filminstitut ist Partner im Projekt und wird Filme sowie Fotos zur Stadt Frankfurt am Main beisteuern, die unter anderem auf diese Art und Weise erschlossen werden sollen.

Künstliche Intelligenz in der crossmedialen Medienrecherche
Jochen Schon (Convit GmbH)

Session 2: newcomer-forum newcomer-forum im vfm – Neues aus den Hochschulen

Moderation
Vanessa Freudrich (Schweizer Radio und Fernsehen SRF)
Der vfm vergibt in diesem Jahr zum fünften Mal den Marianne-Englert-Preis. Damit sollen qualitativ hochwertige Arbeiten und Projekte von aktiv Studierenden oder AbsolventInnen von Hochschulen mit dokumentarisch-, archivarischem oder bibliothekarischem Hintergrund ausgezeichnet werden. Es geht uns dabei um den Blick über den eigenen Tellerrand, und darum, herauszufinden, welche Themen an den Hochschulen aktuell sind und von unseren Nachwuchskräften bearbeitet und diskutiert werden. Die drei Preisträger dieses Jahres stellen sich in dieser Session mit Ihren Arbeiten vor.

Konzeption und Weiterentwicklung von ABD-Dienstleistungen in der neuen redaktionellen Zusammenarbeit mit den Social-Media-Teams des ZDF
Martina Koniczek
Auf Basis der im Zuge der Zusammenarbeit mit den Social-Media-Teams des ZDF gesammelten Erfahrungen zentriert sich die Projektarbeit auf die Fragestellung, wie die strategischen Elemente »Wandlungsbedarf erkennen«, »Wandlungsbereitschaft zeigen« und »Wandlungsfähigkeit beweisen« im Rahmen eines erfolgversprechenden Qualifizierungskonzept erfolgreich umgesetzt werden können. Dazu liefert das Projekt konkrete Vorschläge sowohl zur Neugestaltung von Diensten als auch zur Umstrukturierung von Dienstabläufen, dies unter anderem durch die Einführung neuer wertschöpfender Elemente wie Back-Office-Tätigkeiten oder anhand verschiedener Use Cases als Summe aller gewinnbringender Faktoren im globalen Gefüge der strukturellen Neuorganisation. Aus den gewonnenen Ergebnissen ergibt sich darüber hinaus die Erkenntnis, dass das Neue zu einem großen Teil in der Erneuerung von bereits Vorhandenem liegt. Die Mitarbeiter von Archiv/Bibliothek/Dokumentation im ZDF bringen bereits viele Kompetenzen mit, nur der Einsatzrahmen ändert sich. Neben einem soliden Fundament von Qualifizierungsmaßnahmen in Form von externen und internen Schulungen, bietet daher vor allem die Neustrukturierung abteilungsinterner Schulungsmaßnahmen ein großes Potential. Erreicht werden kann dies zum Beispiel durch regelmäßige ABD-Jour-Fixes bzw. im Rahmen ZDF-interner Social-Media-Days oder durch die Einführung von Kreativzonen, in denen Mitarbeitern der Raum geboten wird, sich entsprechenden Social-Media-Tools anzunähern. Dies eröffnet die Möglichkeit, die im Kollegenkreis bereits bestehende Social-Media-Expertise und Fachkompetenz zu erweitern, um den richtigen Weg zu einer erforderlichen und angemessenen Entwicklung im Berufsbild des Medienarchivars einzuschlagen.

Analyse #NewPictures – Neue Bilder braucht das Land
Marielle Weiss und Alexander Zechmeister
Fernsehbilder haben großen Einfluss auf unsere Wahrnehmung der Realität – sie wirken meinungsbildend. Um der damit verbundenen Verantwortung weiterhin nachzukommen, startete das Multimediale Archiv des Österreichischen Rundfunks das innovative Pilotprojekt #New Pictures: Es soll ORF-Redakteurinnen und ORF-Redakteure dabei unterstützen, die demografische Realität diverser Bevölkerungsgruppen möglichst repräsentativ darzustellen, und die Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Auftrags erleichtern. Dazu wurde Bildmaterial aus den Bereichen »Landwirtschaft«, »Frauen im Beruf«, »Pensionistlnnen« vom Multimedialen Archiv des ORF speziell beschlagwortet und den Redaktionen zur Verfügung gestellt. Im Rahmen des Abschlussprojekts Analyse #NewPictures für den Grundlehrgang Library and Information Studies 2016/17 an der Österreichischen Nationalbibliothek haben die Autoren untersucht, ob die ORF-Redaktionen das neue Material tatsächlich verwenden und wie sich die Bebilderung der Berichte dadurch verändert.

Integration von Audiomining in die Systemlandschaft von Radio Bremen
Oliver Hofrichter (Radio Bremen)
Audiomining ist ein Verfahren, das es ermöglicht, die Struktur und den Inhalt eines Audiosignals automatisch analysieren zu lassen. Dadurch entsteht ein völlig neuer Zugang zu Audioinhalten: so lässt sich gezielt auf einzelne Wortinhalte und Segmente bestimmter Sprecher zugreifen. Radio Bremen hat sich das Ziel gesetzt, sein Archiv-Angebot zu vergrößern und die Auffindbarkeit von archiviertem Material zu verbessern. In Zeiten zunehmend beschränkter Personalressourcen ruhen die Hoffnungen auf automatischen Verfahren wie Audiomining. Radio Bremen ist Pilotpartner für die Integration von Audiomining in die ARD-Hörfunkdatenbank (HFDB), welche in diesem Projekt umgesetzt wird. Darüber hinaus werden auch redaktionelle Nutzungsszenarien für Audiomining konzipiert, die durch eine Integration von Audiomining in Produktionssysteme realisiert werden könnten.

Session 3: Berufsbild reloaded

Moderation
Angelika Hörth (Deutsches Rundfunkarchiv)

Wozu noch Archive? – Rundfunkdokumentare im digitalen Wandel
Thomas Beckers (WDR – Westdeutscher Rundfunk) und Markus Schek (WDR – Westdeutscher Rundfunk)
Nicht erst seit gestern stehen Medienarchive unter Druck, aber die Herausforderungen haben heute eine neue Qualität. Umfangreiche Sparvorgaben bei gleichzeitiger Verfügbarkeit neuer Technologien (z. B. Mining und Künstliche Intelligenz), stellen unsere angestammten Tätigkeitsfelder grundsätzlich in Frage. Während wir diese aktuellen Herausforderungen und Zwänge bewältigen, tun wir gut daran, gleichzeitig aktiv eine Idee von der Zukunft zu entwickeln - denn Archive sind noch lange nicht von gestern. Unter dem Leitsatz „Vom Sendungsarchiv zum Crossmedialen Dienstleister im Contentkreislauf“ suchen wir nach dem Berufsbild der Zukunft und benennen die Hindernisse auf dem Weg zum Medienarchiv der Zukunft.

Mediendokumentation ohne Medienbruch – ein Berufsbild in digitaler Transformation
Olaf Moschner (infoNetwork GmbH)

Anpassung der Fortbildung an zukünftige mediendokumentarische Berufsbilder
Herbert Staub (Verein für Medien-Information und -Dokumentation – vfm)
In der aktuellen Satzung des vfm steht die fachliche Qualifizierung, die Fortbildung und der Wissensaustausch der Berufsleute im Zentrum. Es eine der wichtigsten Verbandsaufgaben, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit den sich ständig wandelnden Arbeitsbedingungen vertraut zu machen, damit sie den Anforderungen ihres Berufs auch in Zukunft gewachsen sind – egal, ob sie ihre Ausbildung vor Jahren abgeschlossen haben oder Neulinge im Bereich Dokumentation sind. Die Arbeitsgruppe Fortbildung ist für die Konzeption und Durchführung der Weiterbildungsangebote des Verbandes zuständig.

Session 4: Natürlich künstlich – Intelligenz im Informationsworkflow

Eine Fishbowl-Diskussion mit den Gästen

Moderation
Michael Vielhaber (Österreichischer Rundfunk | ORF) Ko-Moderation mit Rüdiger Baumberger (APA-DeFacto Datenbank & Contentmanagement GmbH)

Einleitender Vortrag zur Fishbowl-Diskussion
Sascha Honsowitz (Microsoft)

Session 5: Verifikation im Trend Verifikation im Trend

Moderation
Frank Dürr (WDR Funkhaus Düsseldorf)

Source Check – Verifikation bei der APA
Katja Schell (APA-DeFacto Datenbank & Contentmanagement GmbH)
Let’s verify together Julia Bayer Deutsche Welle (DW) Soziale Netzwerke werden als Quelle von Nachrichten immer wichtiger. Aber wie kann man sicher sein, ob die dort veröffentlichten Userkommentare, Bilder oder Videos echt sind und für journalistische Zwecke verwendet werden dürfen? Mit entsprechenden Werkzeugen lassen sich nicht nur Informationen manipulieren, sondern auch verifizieren. Dabei müssen unterschiedliche Fragen beantwortet werden. Wann genau hat der Nutzer die Fotos gemacht? Sind seine Fotos Originale? Stimmen Ortsangaben und Wetter mit Aufnahmen von anderen Augenzeugen und lokalen Berichten überein? Bei den Antworten auf diese Fragen helfen frei zugängliche Tools wie Google Maps, WolframAlpha oder TinEye. Verifikation ist dabei vor allem eine Detektiv- und Teamarbeit. In Truly Media sind alle frei zugänglichen Tools, die Journalisten zur Verifizierung benötigen, integriert. Die Tools sind mit einer Checkliste verbunden, in der Antworten und Notizen gesammelt und archiviert werden. Truly Media ermöglicht es, gemeinsam und strukturiert Inhalte aus sozialen Medien zu sammeln und zu verifizieren. Durch die Zusammenarbeit verschiedener Abteilungen innerhalb der Deutschen Welle und das Einbringen unterschiedlicher Kompetenzen kann gewährleistet werden, dass Expertisen best- und schnellstmöglich bei der Verifizierung von Social Media Inhalten eingesetzt werden.

The Eurovision Social Newswire – Social Newsgathering Collaboratively
Derek Bowler (European Broadcasting Union)

Session 6: Information & Innovation Information & Innovation

Moderation
Heiko Linnemann (Greenpeace)

Informationsmanagement
Eva Messerschmidt (n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH)
Innovatives Informationsmanagement: programmrelevante Informationsangebote bündeln und automatisieren – so gelingt die Recherche 4.0 (mit Livia Schulze) Sandra Sauter Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) Der Medienwandel löst Veränderungsprozesse in der Beschaffung und Bereitstellung von Informationen aus. In zunehmender Digitalisierung steckt enormes Potential, die Informationsflut verlangt nach Kanalisation. Information wird zu einem Zeitfaktor, ihre Verlässlichkeit und Glaubwürdigkeit verlangt Prüfung. Crossmediales Arbeiten prägt die Arbeit der Redaktionen im rbb. Der Aktuelle Tisch vernetzt sie miteinander. Kein eingetretener Weg, der da gegangen wird. Im Zeitalter des Informations-Overloads sind Informationsmanager gefragt, die Orientierung liefern. Neue Produktionen begleiten wir mit unseren Informationsdienstleistungen von der Planung bis zur Produktion. Die Anforderungen an aktuelle, hochwertige und user-freundliche Informationsdienstleistungen steigen. Dazu brauchen wir neue Technologien und Tools, um die Informationsflut zu bündeln, zu automatisieren und so Wissensvorsprung für die Redaktionen zu schaffen. Unsere Idee der Recherche 4.0 im rbb: Daten zusammenführen durch eine intelligente und flexible Verknüpfung unterschiedlicher Medien und Plattformen für eine zentrale und zielgerichtete Nutzung. Auf dem Portal „Informationsservice“ präsentieren wir die Informationsdienstleistungen und treten aktiv mit den Redaktionen in Kontakt.

Innovatives Informationsmanagement: programmrelevante Informationsangebote bündeln und automatisieren – so gelingt die Recherche 4.0
Livia Schulze (Rundfunk Berlin-Brandenburg - rbb) mit Sandra Sauter
Der Medienwandel löst Veränderungsprozesse in der Beschaffung und Bereitstellung von Informationen aus. In zunehmender Digitalisierung steckt enormes Potential, die Informationsflut verlangt nach Kanalisation. Information wird zu einem Zeitfaktor, ihre Verlässlichkeit und Glaubwürdigkeit verlangt Prüfung. Crossmediales Arbeiten prägt die Arbeit der Redaktionen im rbb. Der Aktuelle Tisch vernetzt sie miteinander. Kein eingetretener Weg, der da gegangen wird. Im Zeitalter des Informations-Overloads sind Informationsmanager gefragt, die Orientierung liefern. Neue Produktionen begleiten wir mit unseren Informationsdienstleistungen von der Planung bis zur Produktion. Die Anforderungen an aktuelle, hochwertige und user-freundliche Informationsdienstleistungen steigen. Dazu brauchen wir neue Technologien und Tools, um die Informationsflut zu bündeln, zu automatisieren und so Wissensvorsprung für die Redaktionen zu schaffen. Unsere Idee der Recherche 4.0 im rbb: Daten zusammenführen durch eine intelligente und flexible Verknüpfung unterschiedlicher Medien und Plattformen für eine zentrale und zielgerichtete Nutzung. Auf dem Portal „Informationsservice“ präsentieren wir die Informationsdienstleistungen und treten aktiv mit den Redaktionen in Kontakt.

Journalismus in Zeiten von Big Data – das News-Stream-Projekt
David Laqua (Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS)
Wie können moderne Technologien Journalisten unterstützen? Um diese Frage zu beantworten, wurden durch die Anwendungspartner im Projekt verschiedenste Situationen vorgestellt, in denen Journalisten sich Unterstützung erhoffen. Im Projekt wurden die verschiedenen Situationen im journalistischen Alltag betrachtet und solche Anwendungsfälle ausgewählt, in denen durch den Einsatz von Audio- und Textmining-Verfahren gute Hilfestellungen gegeben werden können. Dabei können die Technologien sowohl dabei unterstützen relevante Informationen aus der Menge der Quellen zu filtern, als auch den Dokumentations- und Archivierungsprozess verbessern. In diesem Vortrag werden Ihnen zunächst die ausgewählten Szenarien vorgestellt und der Nutzen für den Journalisten dargestellt. Anhand von Beispielen und den erstellten Demonstratoren werden ihnen Möglichkeiten gezeigt, auf welch vielfältige Weise Mining-Verfahren Unterstützung bieten kann.

Abschlussvortrag
Dr. Bernd Flessner (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)
Ausgehend von aktuellen Entwicklungen und Trends werden Szenarien vorgestellt, die bis 2050 reichen und neue mediale Landschaften und Arbeitswelten skizzieren. Diese werden von autonomen oder teilautonomen KI-Systemen und ebenso smarten wie kreativen Algorithmen geprägt, aber auch von neuen Formen der Arbeit und Mensch-Maschine-Partnerschaften. Mediale Produkte sind personalisiert und werden von Prosumenten generiert, die Welt wird postmedial.

Letzte Änderung: 17.03.2018