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Frühjahrstagung in Bonn

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Abstracts der Referate auf der Frühjahrstagung 2005 in Hamburg


Eröffnungsveranstaltung

Begrüßung
Hans-Gerhard Stülb (Vorsitzender der fg7 im VdA)

Grußwort des Präsidenten der Hamurgischen Bürgerschaft, Herr Berndt Röder

Grußworte des VdA 
Prof. Dr. Volker Wahl (Weimar)

Grußwort vom Museum für Kommunikation Hamburg

Eröffnungsvortrag
Die journalistische Recherche im Zeitalter des Internet - wo bleiben die Dokumentationen?
Prof. Dr. Michael Haller (Univ. Leipzig)


Block 1: Automatisierung und ihre Auswirkungen 1


Dr. Jochen Ganzmann (F.A.Z., Frankfurt am Main)

Moderation

Die Automatisierung hat in den letzten Jahren Aufgaben und Arbeitsabläufe auch in den Kernbereichen der Mediendokumen-tation nachhaltig verändert. Der aktuelle Stand im Bereich automatische Erschließung, neue Entwicklungstendenzen und ein konkreter Anwendungsfall automatischer Verfahren werden in drei Vorträgen beleuchtet und bewertet. Diskutiert wird dabei insbesondere auch, welche Folgen sich aus der zunehmenden Automatisierung für das Anforderungs- und Qualifikationsprofil der Mediendokumentare ergeben.


Dr. Ulrich Kampffmeyer (Project Consult, Hamburg)

Automatische Klassifikation - Stand der Technik und Veränderungen im Berufsbild des Dokumentars


Thomas Steege (dpa, Hamburg)

Die dpa-DokuDB - Integrierte Plattform für automatische Inhaltserschließung und dokumentarische Workflows

Die Dokumentation der Deutschen Presse-Agentur GmbH setzt ihre neue Dokumentations-Datenbank zur automatischen Inhaltser-schließung sowie zur Erfassung und Pflege von Metadaten ein. Darüber hinaus dient die DokuDB der Konsolidierung von Daten-beständen sowie der Prozessoptimierung bei der Content-Produktion. Der Einsatz automatischer Verfahren ist Ausdruck neuer Anforderungen an die Dokumentation, die tiefgreifende Veränderungen bei den Arbeitsabläufen und Qualifikationsprofilen der Dokumentarinnen und Dokumentare mit sich bringen. Die Dokumentation rückt vom "Archivregal" enger an die Nachrichten-produktion heran. Die DokuDB wurde von der Firma picturesafe media/data/bank GmbH auf Basis der Software myCONTENT für dpa entwickelt.


Dr. Joachim Köhler (Fraunhofer IMK, St. Augustin)

Audiomining - Methoden und praktische Anwendungen bei der Dokumentation von Radiosendungen

Inhalt des Beitrages ist die Darstellung von Methoden zur inhaltlichen Strukturierung und Erschließung von Audiodoku-menten, die zur Dokumentation von Radiosendungen eingesetzt werden können. Automatische Verfahren zur Erschließung von Textdokumenten, kurz Textmining, haben bereits Einzug in das textbasierte Dokumentationswesen gefunden. In ähnlicher Weise können auch Audiodokumente, sprich Signaldateien, mittels Analyseverfahren strukturiert und erschlossen werden. Der Beitrag zeigt Möglichkeiten aber auch Grenzen des Audiominings anhand von konkreten Beispielen. Mittels einer Sprach-/Musikdetektion, Sprechersegmentierung und Sprechererkennung werden Struktur-daten automatisch gewonnen, die dann von den Dokumentaren gesichtet und ergänzt werden. Eine Spracherkennung ermöglicht außerdem die Suche nach Stichwörtern in Audiobeiträgen. Dieser Umgang mit einem Audiominingsystem verlangt von den Anwendern zusätzliche Kenntnisse und wird das Berufsbild der Medienarchivare in Zukunft beeinflussen.


Block 2: Kooperation in Presse und Rundfunk


Dr. Heiner Schmitt (fg7)

Moderation

Kooperationen liegen im Trend und stehen auf der Agenda fast aller großen Unternehmen und öffentlichen Institutionen. Wird der Begriff etwas weiter gefaßt und ergänzt um Konzentration, gelangt man zu einem zentralen Thema, das die Wirtschaft seit geraumer Zeit in Atem hält und ihr kaum noch Raum zum Nachdenken oder gar Analysieren läßt. Fusionen, Übernahmen, radikale Marktbe-reinigungsprozesse in vielen Sektoren der Wirtschaft und eine globale Ausrichtung von Konzernen sind an der Tagesordnung. Dies alles ist keineswegs dazu angetan, die Ängste von Mit-arbeitern um ihre Funktionen und ihre Arbeitsplätze nur als hysterische Reaktionen zu werten.
Gegenüber diesen (oft genug) brachial durchgesetzten Konzen-trations- und Globalisierungsprozessen kommt ein Begriff wie Kooperation fast noch betulich und heimelig daher; sozusagen als die menschenfreundlichere Variante von Konzentration und als ein bequemerer Weg, mit den drängenden Problemen im immer schärfer werdenden Konkurrenzkampf fertig zu werden. Jedenfalls lassen Kooperationsprojekte den Mitwirkenden Hoffnung, die allerdings auch trügerisch sein kann.
Was ist der Hintergrund, welche Ziele werden verfolgt, wenn im Verlagswesen oder bei Rundfunkanstalten von Kooperation die Rede ist? Dienstleistungen und Produkte sollen kostengünstiger und damit wirtschaftlicher erbracht werden, und die Qualität der Print- und elektronischen Erzeugnisse soll steigen. Lassen sich Kosteneinsparungen noch relativ einfach durch ein am Bench-marking orientiertes Kosten- und Leistungscontrolling ermitteln, fällt die Feststellung einer qualitativen Produktverbesserung ungleich schwerer; dies trotz der von der Medienforschung inzwi-schen entwickelten Kriterien für Programm- und Produktbe-wertung.
Letzten Endes zählen für die Medienunternehmen jedoch nur betriebswirtschaftlich eindeutige und verläßlich zu ermittelnde Größen, nämlich kostengünstiges Produzieren und höhere Auflagen bzw. bessere Einschaltquoten.
Eine derartige betriebswirtschaftliche Desillusionierung mag das ursprünglich eher positive Bild von Kooperation stören. Hinzu kommt, dass der Teufel bei der Umsetzung der meist von abgehobenen Geschäftsleitungen ausgedachten und auf Synergie-effekte angelegten Kooperationsprojekte im Detail steckt. Kooperation im Archiv- und Dokumentationswesen funktioniert (auch betriebswirtschaftlich) nur, wenn funktionale und produkt-orientierte Arbeitsabläufe zusammenpassen oder konfliktneutral gestaltet werden können, und wenn die gemeinsam erbrachten Dienstleistungen und Produkte allen Partnern wirklich von Nutzen sind.
Dabei spielen die Vermeidung von Reibungsverlusten, z. B. durch unzulänglich abgestimmte Kompetenzen und nicht eindeutig abgegrenzte Aufgabenfelder, ebenso eine gewichtige Rolle wie die Orientierung der Mitarbeiter an den gemeinsamen Unterneh-menszielen sowie Eigenverantwortlichkeit und Motivation der Mitarbeiter.
Damit wird die Verbindung zum Tagungsthema deutlich: Ohne die Menschen im Archiv kann eine Kooperation nicht erfolgreich umgesetzt werden. Die Bereitschaft, die Ziele der Unternehmens-leitungen mit zu tragen und zu befördern, ja, diese zur eigenen Sache zu machen, wird dann am größten sein, wenn Mitarbeiter nicht den Eindruck haben müssen, dass die neu eingeführten Kooperationsstrukturen letzten Endes lediglich die Wegrationali-sierung von Arbeitsplätzen zum Ziel haben.


Dr. Hauke Janssen und Beate Pauluth-Cassel

Kooperation in der Pressedokumentation. ASV Infopool und SPIEGEL-Dokumentation - eine wegweisende Kooperation

Die Axel Springer AG und der SPIEGEL-Verlag sind eine Kooperation im Bereich ihrer Dokumentation eingegangen. Bis Ende 2005 realisieren beide Unternehmen die gemeinsame Nutzung eines Teils ihres digitalen Datenbestands sowie eine Arbeitsteilung im Lektorat. Von der Kooperation unberührt sind Recherche, Verifikation und die Presseausschnittarchive, die von den Verlagen eigenständig weitergeführt werden.
Mit der Kooperation wollen die Unternehmen die technische Leistungsfähigkeit ihrer Dokumentationen sowie deren wirtschaftliche Rahmenbedingungen verbessern. Dazu haben die Kooperationspartner eine neue gemeinsame Datenbank auf Basis des elektronischen Archivsystems des SPIEGEL-Verlages geschaffen. Dieses wurde funktional so weiterentwickelt, daß es beide Verlage entsprechend ihrer journalistischen Anforderungen nutzen können. Die Lektorate bleiben in beiden Häusern bestehen, werten aber zukünftig einen gemeinsamen Medienbestand aus.
Die Umsetzung der Kooperation erfolgt schrittweise. In einer Vorbereitungsphase wurden bereits die technischen Voraus-setzungen für die Nutzung der digitalen Archivbestände der Axel Springer AG geschaffen. Gleichzeitig haben die Kooperations-partner eine einheitliche Methodik für das Lektorat entwickelt.
Die Kooperationspartner werden im Rahmen ihres Vortrages die organisatorischen und dv-technischen Voraussetzungen der Kooperation darstellen und von Umsetzungserfahrungen der ersten 4 Monate berichten.


Dr. Reinhold Ferdinand (ZDF, Mainz)
Frank Dürr (RTL, Köln)

Kooperation im Fernsehbereich - Der Programmaustausch zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunkanstalten


Produkte & Präsentationen 1

CCS GmbH, Hamburg (Portrait)

GBI, München (Portrait)

NEWBASE GmbH, Hamburg (Portrait)

COMYAN GmbH, Gilching (Portrait)

Digital Collections GmbH, Hamburg (Portrait)

Studio Hamburg Fernseh Allianz (FA) GmbH, Hamburg (Portrait)


Block 3: Medien-Monitoring


Mag. Clemens Pig und Waltraud Wiedermann (MediaWatch, Innsbruck)

Alles sehen, alles hören, alles wissen - Effiziente Öffentlichkeitsarbeit durch innovatives Kommunikations-Controlling

Kommunikative Wertschöpfung
Was zeichnet professionelles KommunikationsManagement aus?
Klarheit über die eigenen Unternehmens- und daraus resultierenden Kommunikationsziele, erfahrene und engagierte Kommunikationsprofis, die diese Ziele zu Botschaften machen und sie auf den richtigen Kanälen zu den relevanten Teilöffentlichkeiten (stake-holders) transportieren - am besten ohne Reibungsverluste. Allzu oft bleibt jedoch unklar, ob tatsächlich umgesetzt werden konnte, was beabsichtigt war. Was ging auf dem Weg bis zum Endverbraucher der Botschaft verloren, welche Beimengungen wurden medial generiert? Wie liegt das Unternehmen im Vergleich zur Konkurrenz? Die professionelle Antwort auf diese und eine Reihe von weiteren Fragen ist möglich:

Jede der obigen Fragen ist erst durch gezieltes Kommuni-kationsControlling zu beantworten: Sowohl punktuell - im Zusam-menhang mit gezielten PR-Aktionen und ereignisbezogener Unternehmenskommunikation (Input-Output-Analysen) - als auch langfristig und kontinuierlich (tracking) - mit der Zielsetzung einer strategie- und handlungsrelevanten Evaluierung der gesamten Unternehmenskommunikation, die das mediale Image-Building sichtbar macht und ungenutzte kommunikative Möglichkeiten ins Blickfeld rückt (Medienresonanz-Analysen).
Was KommunikationsControlling leistet und wie Ihr Unternehmen davon profitieren kann, werden wir im Vortrag beantworten.


Klaus Rohr (PMG, Berlin)

Der Elektronische Pressespiegel als modernes Instrument der internen Kommunikation

These: "Der elektronische Pressespiegel als modernes Instrument der internen Kommunikation"

Der elektronische Pressespiegel ist ein modernes Instrument und fester integrativer Bestandteil der internen Kommunikation geworden.
Durch die digitale Erstellung und Verbreitung der Pressespiegel ist eine zeitnahe und schnelle Informationsversorgung gewährleistet, die es ermöglicht, die Markt- und Wettbewerbsbeobachtung effizient zu unterstützen und wird Grundlage für zielgerichtetes Handeln.
Die Möglichkeiten durch den elektronischen Erstellungsprozess erspart nicht nur Zeit und Kosten und sind somit unter dem wirtschaftlichen Aspekt zu betrachten, sondern führt auch zu einer Automation der Medienbeobachtung und -versorgung.
Der elektronische Pressespiegel unterstützt die Optimierung des Kommunikationsprozesses und ist Grundlage für die elektronische Wertschöpfungskette.


Andreas Quest (NEW BASE GmbH, Hamburg)

Media Observing Systems - Redaktions-Werkzeuge zur automatisierten News-Auswertung

Unternehmen und Behörden arbeiten zwecks umfassender Medienbeobachtung mit unterschiedlichen Aufnahmekanälen, in unterschiedlichen Abteilungen und zu unterschiedlichen Zwecken. Folglich zeichnet sich die Medienbeobachtung durch einen hohen Grad an Redundanz im Arbeitsablauf, bei den Arbeitswerkzeugen und den eingekauften Dienstleistungen aus. Ist so in Zukunft noch eine Kosten- und Nutzen effektive Medienbeobachtung gewähr-leistet? Der Druck in Unternehmen und Behörden, hier Abhilfe zu schaffen, hat zugenommen. Daher zeichnen sich jeweils auf Seiten der Informationsserviceanbieter und Informationssystemanbieter Tendenzen zu möglichst umfassenden Angeboten ab. Die Informa-tionsserviceanbieter erweitern durch Partnerschaften und entspre-chende Lizenzmodelle ihr Medien-Panel auf ein breites Spektrum. Sie stehen jedoch vor dem grundsätzlichen Problem, nie alle Medien abdecken zu können. Darüber hinaus werden auf Informa-tionsanbieterseite einheitliche Lizenzierungsmodelle Zukunfts-musik bleiben. Informationssystemanbieter können jedoch in tech-nischer Hinsicht Abhilfe schaffen, indem sie medienunabhängige Redaktionswerkzeuge für die automatische Aufnahme und einheit-liche Verarbeitung von Medieninformationen anbieten, so genannte "Media Observing Systems". Der Vortrag diskutiert die Anforderungen, die an solche Systeme zu stellen sind.


Neue Fortbildungsangebote

Gustav A. Mohrlüder (VFM, Stadecken-Elsheim)

Ziele und Perspektiven - zur Ausrichtung des VFM-Fortbildungsprogramms auf die Anforderungen von morgen


Christina Thomas (IID, Potsdam)

Neue Fortbildungsangebote des Instituts für Information und Dokumentation

Das Institut für Information und Dokumentation (IID) führt seit 1992 an der Fachhochschule Potsdam die berufsbegleitende Fortbildung mit dem staatlich anerkannten Abschluss "Wissenschaftliche/r Dokumentar/in / Information Specialist" durch. Das Angebot richtet sich an Akademiker/innen, die über praktische Erfahrung in der Informationsarbeit verfügen und auch während der Fortbildung in ein Praxisfeld eingebunden sind. Bis zum Ende des Jahres 2004 wurde die Fortbildung als 13-wöchiger Präsenzlehrgang in vier thematische Blöcke gegliedert und über ein Jahr verteilt, angeboten. Seit Beginn des Jahres 2005 ist das Institut dazu übergegangen, die Kursstruktur - hinsichtlich der Organisation und der Lehrformen - schrittweise zu modernisieren. Zahlreiche Varianten, von einer stärkeren Modularisierung über die Verkürzung der Präsenzzeiten und Einbindung von Fernstudien-elementen bis hin zu modernen Konzepten des Blended Learning etc. werden als Alternativen zum bisherigen Konzept diskutiert. Gestützt auf die Ergebnisse von Teilnehmerbefragungen, Inter-views mit derzeitigen Kooperationspartnern, einer Umfrage unter den Gastreferenten und schließlich zahlreicher intern geführter Diskussionen werden neue und modifizierte Fortbildungsangebote entwickelt.


Barbara Müller-Heiden (IHK Berlin)

Fachwirt/Fachwirtin für Medien- und Informationsdienste - Qualifizierungsmöglichkeiten in einem neuen Beruf


Produkte & Präsentationen 2

ASV Infopool, Hamburg (Portrait)

Classcon Consulting GmbH, Bocholt + d.velop AG, Gescher (Portrait)

Munzinger Archiv GmbH, Ravensburg (Portrait)

Kappa Motion Media GmbH, Hamburg (Portrait)

Recommind GmbH, Rheinbach (Portrait)

Xtramind GmbH, Saarbrücken (Portrait)

Easy Software AG, Mülheim an der Ruhr (Portrait)


Medienlandschaft Hamburg
Workshop 1: Fersehen

Heike vom Orde (IZI, München)

IZI-Datenbank.de - Fachinformation Kinder-, Jugend- und Bildungsfernsehen

Das Internationale Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungs-fernsehen (IZI) ist eine Dokumentations- und Forschungs-einrichtung beim Bayerischen Rundfunk in München. Aufgabe des IZI ist die Förderung der Qualität durch die Dokumentation und Erweiterung des Forschungsstandes im Kinder-, Jugend- und Bildungsfernsehen. Für den Arbeitsbereich der Dokumentation bedeutet dies, dass Informationen jeder Art, die im Zusammen-hang stehen mit Planung, Produktion, Nutzung und Wirkung der Themenschwerpunkte Kinder-, Jugend- und Bildungsfernsehen, recherchiert, gesammelt und detailliert inhaltlich erschlossen werden. Kernstück der Dokumentationstätigkeit ist die umfang-reichste im deutschsprachigen Raum erstellte Referenzdatenbank zu den Themengebieten Kinder-, Jugend- und Bildungsfernsehen: www.IZI-Datenbank.de. Neben der Auswertung gängiger Publika-tionsformen wird großer Wert auf den Nachweis unselbständiger Literatur (Kongressbeiträge, Programmbeschreibungen, Positions-papiere, Gutachten u. ä.) gelegt. Dies geschieht aus dem Anspruch heraus, den internationalen Forschungs- und Diskus-sionsstand möglichst umfassend zu dokumentieren. Von zuneh-mender Bedeutung sind die Non-Print-Materials, wie z. B. medien-pädagogische Arbeitshilfen, Fachdatenbanken oder Medienpakete für den Unterricht an Schulen.
Das Informationsangebot IZI-Datenbank.de richtet sich an alle, die ein qualifiziertes Search-Tool für diesen Themenbereich benötigen. Die Datenbank wird mit einem bilingualen Thesaurus indexiert und seit Sommer 2004 mit deutscher und englischer Benutzer-oberfläche angeboten. Das IZI führt außerdem auf Anfrage Recherchen durch, in die ggf. auch die institutseigenen umfangreichen Videobestände (Prix-Jeunesse-Videothek) zum Kinderfernsehen miteinbezogen werden.


Andreas Lützkendorf (ARD-Aktuell, Hamburg)
Peter Kröning und Peter Nelke (NDR, Hamburg)

Pilotprojekt "Digitaler Newsdesk" bei ARD-Aktuell: Neue programmliche Anforderungen an eine moderne AV-Dokumentation

Dokumentation
Die zunehmende Nutzung von IT-Techniken in der Fernsehpro-duktion führt zu einer integrierten Nachrichtenproduktion, in der redaktionelle Planung, dokumentarische Aufbereitung des ein-gehenden Produktionsmaterials und dessen digitale Weiterbe-arbeitung im redaktionellen Umfeld durch neue Workflows mitei-nander verzahnt werden. Die Dokumentation rückt somit an den Beginn der Wertschöpfungskette. Seit 2 Jahren erproben Nach-richtenredakteure bei ARD-Aktuell diese neuen Bearbeitungstech-niken und bauen sie Schritt für Schritt aus, bereits vollständig digital.
Das primäre Ziel der digitalisierten Workflows besteht darin, das verfügbare aktuelle Bildmaterial noch schneller in den Sende-betrieb einzuspeisen und einen Konkurrenzvorsprung durch noch höhere Aktualität und Qualität der Programmbeiträge zu erreichen. Für die ARD-Aktuell-Dokumentare entstehen dadurch neue Anfor-derungen: Die Maßstäbe von Aktualität und Erschließungstiefe sind durch die Einbindung in den redaktionellen Produktions-rhythmus neu zu definieren und mit den redaktionellen Anfor-derungen abzustimmen. Gleichzeitig erfordert eine schlanke Archivstruktur eine möglichst effektive Nutzung der in der Pro-duktionsumgebung generierten Metadaten für ein enddoku-mentarisches Erfassungskonzept.
Andreas Lützkendorf, Planungsredakteur bei ARD-Aktuell und Projektinitiator für den digitalen Newsdesk, wird aus redaktioneller Sicht das neue Anforderungsprofil für eine integrierte AV-Dokumentation in einer modernen Nachrichtenredaktion herausarbeiten.
Peter Kröning, Ressortleiter des NDR-Fernseharchivs und Peter Nelke, als Mitarbeiter des Newsdesk-Dokumentationsteams, beschreiben die heutigen Arbeitsweisen der Newsdesk-Dokumentare und präsentieren ein Zwischenergebnis der bisherigen Projekterfahrungen. Sowohl die technische Realisierung als auch die Definition der zukünftigen Rollen im Workflow Redaktion/Dokumentation sind bei weitem nicht abgeschlossen. Die Einbringung von diesbezüglichen Erfahrungen aus anderen Häusern ist im Rahmen dieses Workshops ausdrücklich erwünscht und gefordert.


Medienlandschaft Hamburg
Workshop 2: Presse

Gertrud Erbach (News International Newspapers, London)

Bild- und Textdokumentation in News International, London


Rainer Lübbert (SPIEGEL, Hamburg)

Fact Checking in der SPIEGEL-Dokumentation

Neben dem Archivaufbau und der Recherche bildet das im SPIEGEL Verlag als Verifikation bezeichnete Fact Checking das dritte Arbeitsfeld der SPIEGEL-Dokumentation. Es beinhaltet die Prüfung jedes zur Veröffentlichung bestimmten Sachverhalts. Der Wert der Dokumentation wird gerade auch intern an der dabei erreichten Faktengenauigkeit gemessen. Neben der Verifikation von Einzelfakten stellt sich darüber hinaus auch die Frage, ob der Text dem behandelten Thema insgesamt gerecht wird. Im Rahmen des Workshops ist eine kurze Darstellung der während des Fact Checkings angewandten Arbeitsweisen geplant, die mit konkreten Text-Beispielen illustriert werden sollen. Abschließend können auf Wunsch noch die wichtigsten Instrumente der Dokumentation, allen voran das digitale Archivsystem, vorgestellt werden. Anknüpfungspunkte für die nachfolgende Diskussionen könnten unter anderem der Wert einer solchen Verifikation für die Reputation einer Publikation oder Möglichkeiten und Gefahren neuer digitaler Rechercheinstrumente sein.


Peer Körner (dpa, Hamburg)

Hintergrundartikel aus der Dokumentation für die dpa-Berichterstattung

Die Faktenredaktion der dpa-Dokumentation liefert aktuelle Hinter-grundstücke für den Basisdienst. Dokumentare und Redakteure arbeiten hier eng zusammen. Die Anfragen kommen aus allen Bereichen. Die Hintergründe, Stichworte und Chronologien beruhen auf Recherchen der Dokumentation oder entstehen auf der Basis von in der Abteilung gepflegten Fallsammlungen zu ausgewählten Themen. Diese Chronologien haben in der Agentur-Berichterstattung einen hohen Stellenwert und kommen ständig neu auf die Tagesordnung. Bedient werden können hier vor allem die Ressorts Politik Inland und das Vermischte. Außerdem werden in der Abteilung Produkte wie Jahresvorschau, Monatskalender und Monatschronik erstellt.


Medienlandschaft Hamburg
Workshop 3: Neue Arbeitsfelder

Friedrich von Zitzewitz (Springer & Jacoby Interactive, Hamburg)

Wie wird man im Archiv kreativ

Was es bedeutet, interaktive Werbung für eine der besten Kreativ-agenturen Deutschlands zu entwickeln. Welche Begabungen und Kompetenzen ein Kreativer braucht, der sich innovative Online-Kommunikation ausdenken soll. Was der Studiengang Medien-dokumentation für Studenten tun kann, die in Werbe- oder Neue-Medien-Agenturen arbeiten möchten. Und was die Medien-dokumentation in diesem Zusammenhang eben nicht leisten kann.


Susanne Dröber (KG EOS, Hamburg)

Der Mediendokumentar als PR-Berater - das Berufsbild mit Zukunft

Die PR-Beratung wird für große Unternehmen zunehmend wichtiger, wie steigende Umsätze der PR-Agenturen belegen. Das Berufsbild des PR-Beraters drängt sich somit für den Medien-dokumentar zunehmend auf. Die FH-Ausbildung umfasst unter anderem das Kennenlernen der klassischen Medien und deren Entstehung, Recherche, Archivierung und Aufbereitung von Medieninhalten sowie die Arbeit mit neuen Medien. Damit vermittelt sie genau die Grundkenntnisse, die für eine erfolgreiche PR-Arbeit wichtig sind.


Sabine Palos (Roland Berger, München)

Arbeitsfeld Unternehmensberatung


Block 5: Automatisierung und ihre Auswirkungen 2


Jens Hinze (Heinrich Bauer Verlag, Hamburg)

Moderation


Günter Peters (Gruner + Jahr, Hamburg)

Anmerkungen zum Einsatz automatischer Verfahren in der Pressedokumentation


Markus Schek (DIZ, München)

Automatisierte Ähnlichkeitsanalysen in Lektorat und Recherche

DIZ setzt seit Beginn 2004 produktiv Tools zur Automatischen Klassifizierung und Wissensnetz-Visualisierung im Archiv der Süddeutschen Zeitung ein. Dadurch konnte der Lektorats-Workflow um 45% beschleunigt und eine Infrastruktur für die Vermarktung von Dienstleistungen im Bereich Wissens-management geschaffen werden. Die technische Grundlage dafür sind Verfahren der automatischen Ähnlichkeitsanalyse, mit deren Hilfe in einem weiteren Schritt die Wissensnetz-Strukturen optimiert und Clustering-Verfahren für die Recherche erprobt werden.


Volker Schlögell (Deutsche Welle, Köln)

Der elektronische Dokumentar - Konzeptionen und methodische Überlegungen zur Arbeitsteilung im Dokumentationsbereich

Die Informationstechnik greift nach dem dokumentarischen Kern-bereich, der inhaltlichen Erschließung. Wird der Rechner den Dokumentar verdrängen oder kann es zu einer vernünftigen Arbeitsteilung zwischen Mensch und Maschine kommen? Wenn man sich auf den dornigen Weg der Beantwortung dieser Frage begibt, ist es von Nutzen, die Arbeitsweise von Erschließungssoftware und die sie umgebenden Komponenten zu verstehen. Im diesem Beitrag geht es um konzeptionelle und methodische Aspekte zu diesem Thema.


Block 6: Trends im Bildermarkt

Klaus Plaumann (Picture Press, Hamburg)

Moderation

Der Bildverkauf über das Internet ist inzwischen maßgeblich für die Branche, die sich seit 2001 in der Krise befindet. Corbis und Getty, zwei Mega-Agenturen aus Seattle mit Millionenbeständen, machen den kleineren Bildanbietern das Leben schwer. Drei Experten aus der Bilderbranche in Deutschland stellen den Teilnehmern die Entwicklungen und Trends aus ihren fachspezifischen Bild-agenturen und Bildarchiven vor.
Hans-Peter Frentz, Leiter des Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz in Berlin, berichtet über die kommerzielle Verwertung von Sammlungen der öffentlich-rechtlichen Archive und Museen.
Frank Frischmuth, Leiter des Bildarchivs Ullsteinbild, Berlin, informiert über die Strukturveränderungen im Bildermarkt durch das Internet.
Oliver Hamann, Sales & Product Manager Sportservice der dpa-Picture-Alliance in Frankfurt, spricht über neue Entwicklungen in der Sportfotografie.
Moderator Klaus Plaumann ist bei Picture Press, einem Tochterunternehmen von Gruner + Jahr, Leiter der Stern-Bilddokumentation, Marketing und Datenmanagement.


Hanns-Peter Frentz (Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz, Berlin)

Leere Kassen, volle Archive - Erlöschancen einer kommerziellen Verwertung von Sammlungsbeständen öffentlich-rechtlicher Archive und Museen

In einer Zeit knapper Haushaltsmittel sollen viele Archive und Museen jetzt zusätzliche Einnahmen aus der Digitalisierung und Vermarktung von Abbildungen ihrer Sammlungsbestände erzielen. Welche ökonomischen und rechtlichen Voraussetzungen müssen erfüllt sein? Welche technischen Standards erwartet der Markt? Welche zusätzlichen Qualifikationen benötigen die Mitarbeiter? Welche Chancen bieten Zusammenschlüsse zu öffentlich-rechtlichen Netzwerken und gemeinsamen Vermarktungsplatt-formen?
Der Beitrag gibt erste Antworten auf diese relevanten Fragen und bietet die Möglichkeit zu kurzer Diskussion.


Frank Frischmuth (Ullstein Bild, Berlin)

Strukturveränderung im Bildermarkt durch das Internet


Oliver Hamann (dpa, Hamburg)

Entwicklungen und Trends in der Sportfotografie


Block 7: Internet vs. Dokumentagion

Barbara Bliefert (dpa, Hamburg)

Moderation

Auf den ersten Blick könnten die Gegensätze zweier Medien bei der Handhabung von Information nicht größer sein. Das Internet besticht durch Quantität, Geschwindigkeit und Vielseitigkeit, die Dokumentation arbeitet auf der Basis von Bewertung, Verdichtung und Pflege solide und dauerhaft. Auch wenn das Internet inzwischen einen unverzichtbaren Platz in der Arbeitswelt - auch der Dokumentation - eingenommen hat, bleibt kritische Distanz unverzichtbar. Inhalte zu bewerten und auszuwählen wird die Aufgabe von Dokumentaren bleiben, solange es ein Bewusstsein für die Qualität von Informationen gibt.


Prof. Dr. Peter Roßbach (Hochschule für Bankwirtschaft, Frankfurt)

Die Google-Generation und ihre Auswirkungen auf die Informationsbeschaffung


Norbert Hackbusch (Gruner + Jahr, Hamburg)

Google im Redaktionsalltag


Volker Heise (infopeople AG, Erlangen)

Tool-basierte Integration des Internets für eine strukturierte Recherche


Schlussveranstaltung

Dr. Barbara Schneider-Kempf (Staatsbibliothek Berlin)

Abschlussvortrag:
Archivierung von Internet-Inhalten aus der Sicht einer Kulturgut-sichernden Einrichtung


Letzte Änderung: 12.02.2009