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Frühjahrstagung in Bonn

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Abstracts der Frühjahrstagung  vom 22.-25. April 2001 in Köln

Multimediale Produktion und dokumentarischer Pragmatismus

 

Mauler, Gerhard Dr. (DIZ)

"Von der Abteilung übers Profizenter zur Firma. Betriebswirtschaftliche Aspekte eines Wandels"

Als das DIZ vor 2 Jahren gegründet wurde, haben ihm viele den Untergang vorausgesagt. Das lag nicht nur an den ordungspolitisch problematischen Gründungsmitgliedern aus dem privatrechtlichen und dem öffentlich-rechtlichen Bereich. Wir sind uns der Schwierigkeit durchaus bewußt gewesen, aber wir haben geglaubt und wissen heute, daß die privatrechtliche Form des DIZ, die Schwierigkeiten minimieren würde. Heute sind wir eine erfolgreiche Firma. Auf dem Weg von der Abteilung zur Firma haben wir: Arbeitsgänge bewertet und geändert, Produkte neu definiert und gestaltet, Kunden informiert und geworben, Personal geschult und mit ganz neuen Arbeitsperspektiven versehen und wir sind uns über neue Vertriebswege und Produkte klargeworden. Manches müssen wir noch verbessern und verändern: aber Pressearchive stehen erst am Anfang von vielen möglichen Geschäftsfeldern.


Nelke, Peter (Fachhochschule HH)

"Von der Tape-Library zum Content-Management-System - die Digitalisierung des Videoarchivs bei CNN"

Das traditionelle Videoarchiv bei CNN steht vor grundlegenden Veränderungen. Durch die vollständige Digitalisierung der Inhalte und die konsequente Integration in den Produktionsablauf entsteht ein Content-Management-System, dass eines der grössten und schnellsten Massenspeichersysteme im Medienbereich sein wird. Die Integration von Metadaten und die teilautomatisierte Inhaltsanalyse sind als weitere Funktionen geplant. Als Ergebnis entsteht ein Archivsystem, dass das zentrale Element der Nachrichtenproduktion bei CNN sein wird und als Produkt vermarktet werden soll.

(Kurzbio: Ausbildung zum Assistenten an Bibliotheken im UNESCO-Institut für Pädagogik in Hamburg 1996-1998. Seit 1998 Studium der Mediendokumentation an der Fachhochschule Hamburg und Spezialisierung auf die Digitalisierung in Fernseh- und Videoarchiven. Im Sommersemester 2000 Praktikum in der Abteilung News Archive bei CNN in Atlanta, USA. Zuvor Mitarbeit bei ARD-aktuell, Deutsche Presse-Agentur und Studio Hamburg.)

 

Sachau, Monika und Ralph Schmidt (Fachhochschule HH)

"Die Hamburg-Connection - Qualifizierung, Arbeitsmarkt und Berufsstart diplomierter Medien-Informationsmanager"

Sieben Jahre nach Gründung des Fachhochschulstudiengangs Mediendokumentation vermittelt eine Arbeitsmarktstudie einen umfassenden Uberblick über den beruflichen Werdegang der in Hamburg ausgebildeten Mediendokumentare/-innen. In einer schriftlichen Befragung in Kombination mit telefonischen Interviews wurde bei 53 Absolventen/-innen ermittelt, in welchen Unternehmen sie eine Anstellung gefunden haben, welche Tätigkeiten sie dort ausüben, welche fachlichen Anforderungen an sie gestellt werden und wie zufrieden sie an ihrem derzeitigen Arbeitsplatz sind. Die Ergebnisse der Verbleibstudie zeigen, dass fast alle Absolventen des Studiengangs mit ihrem Arbeitsplatz in der Medienbranche sehr zufrieden sind und dass sich die Konzeption des Studiengangs Mediendokumentation bewährt hat. Die Studie deckt zwar auch Mängel in der technischen Ausbildung und in einigen didaktischen Konzepten des Fachbereichs auf; doch gleichzeitig liefern die Autoren inhaltliche und strukturelle Hinweise für eine zeitgemäße Neuorientierung und Reformierung von Ausbildungsgängen zum Berufsfeld Information.

(Kurzbio: Ausbildung zur Floristin / selbstständige Unternehmerin in der Dekorationsbranche / 1996 bis 2000 Studium der Mediendokumentation an der Fachhochschule Hamburg mit Abschluss Dipl.-Dok. / Praktika in den Redaktionen von Bild-Hamburg, GEO, Max, beim Keystone Pressedienst und bei MMM Hamburg / Veröffentlichungen u. a. in Bild, Max, Film aktuell und dem Malerblatt / seit 2000 verantwortliche Redakteurin der Mitarbeiter- und Kundenzeitschrift »die malermeister inform«.)

 

Wandeler, Josef (Trialog-AG)

"Mehrsprachigkeit in der Mediendokumentation"

Das Schlagwort Globalisierung ist für die Mediendokumentation nichts neues - spätestens seit dem Aufkommen den Online-Datenbanken ist das Geschäft der Informationsvermittlung international geworden und nicht mehr an Standorte gebunden. Mit dem Internet hat sich dies nur noch massiv verstärkt. Dabei hat jedoch ein wichtiger Wandel stattgefunden: Galt noch vor ein paar Jahren die Regel, dass man sich im Internet nur mit Englischkenntnissen zurechtfand, so gilt dies heute nicht mehr. Das Internet ist genauso vielfältig und vielsprachig wie die reale Welt auch. Wer heute das Geschäft der Informationsvermittlung nicht nur lokal betreiben will, sondern zumindest im europäischen Rahmen, muss deshalb mit einer Sprachvielfalt umgehen können. Was bedeutet dies für die Mediendokumentation? Sprachkenntnisse sind nützlich, aber wer beherrscht schon die nur wichtigsten europäischen Sprachen? Gefragt sind Hilfsmittel, die den Umgang mit anderen Sprachen unterstützen und erleichtern. Die kann sowohl beim Input wie beim Output erfolgen: So sind z.B. mehrsprachige Thesauri ein verbreitetes Instrument, um beim Input eine einheitliche, mehrsprachige Erfassung von Deskriptoren sicherzustellen. Und auf dem Internet werden automatische Übersetzungsdienste angeboten, die Suchergebnisse aus fremden Sprachen in die eigene übertragen. Alle diese Hilfsmittel haben aber ihre Tücken. Diese haben damit zu tun, dass die verschiedenen Sprachen nicht kongruent sind und sich nicht für jedes Wort einer Sprache ein gleichbedeutendes in einer anderen Sprache findet. Dazu kommt das Problem der Vieldeutigkeit von Wörtern, die je nach Zusammenhang eine unterschiedliche Bedeutung haben. Dies lässt sich an verschiedenen Beispielen aus der Praxis der mehrsprachigen Dokumentation demonstrieren. Die Schweizer Mediendokumentationen sind mit diesem Problem seit langem vertraut, da sie sich immer in einer mehrsprachigen Umgebung bewegt haben.


01.03.2009