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 Abstracts der Frühjahrstagung  vom 7.-10. Mai 2000 in Weimar 

Neue Dienstleistungen, Berufsbilder, Ressourcen


Basten, Wolfgang

"Neue Berufsbilder in der Medienbranche – aus der Sicht der Arbeitsvermittler in den Arbeitsämtern"

 

Basting, Horst / Jauß, Veit-E. 

Ausgangspunkt des Vortrags ist eine Untersuchung zu zwei Formen des Einsatzes von Dokumentationsredakteuren beim SWR in Baden-Baden: Der Dokumentationsredakteur als Mitarbeiter einer zentralen Informations- und Recherchestelle und der exklusiv an Programmredaktionen gebundene Dokumentationsredakteur. 

Auf der Grundlage von Leitfadeninterviews mit Betroffenen wurden Vor- und Nachteile dieser beiden Arbeitsformen gegenübergestellt und bewertet und dabei Themen der dokumentarisch-redaktionellen Zusammenarbeit erörtert wie: Angebot, Nachfrage und Bedarf dokumentarischer Dienstleistungen, technische und räumliche Einflüsse auf die Zusammenarbeit, Fragen nach dem Funktionieren von Kommunikation und Informationsflüssen zwischen Dokumentation und Redaktion.

Im Ergebnis werden zwei Fragestellungungen besonders beleuchtet: Die Bedeutung der "Nähe" des Dokumentationsredakteurs zur Programmredaktion und 
Die Bedeutung der Technik-Kompetenz für die Dokumentation, die sich vor allem in einem Team von Dokumentaren bildet und entwickelt.

In diesem Zusammenhang berichtet Horst Basting von seinen Erfahrungen als Dokumentationsredakteur in der Auslandsredaktion des SWR. Er ist seit neun Jahren für die Infornationsbeschaffung zuständig und seit vier Jahren für das Internet-Angebot der Redaktion verantwortlich. In der Auslandsredaktion werden u.a. der Weltspiegel und das Europamagazin für die ARD, Teleglobus und Blickpunkt Europa für das Südwestfernsehen des SWR produziert.

Tendenzen:

 

Bischoff, Jörg

Kleine Archive können gute Archive sein,

Kleine Archive müssen nicht unbedingt gute Archive sein,

Was also müssen kleine Archive tun um gute Informationsdienstleister zu werden?

 

Booms, Ulrich

"Daten, User und Producer - Multifunktionale Anforderungen an die Datenbanken bei SPIEGEL ONLINE "

Obwohl SPIEGEL ONLINE jetzt im sechsten Jahr ist, konnte erst im April 1999 mit der funften Version, genannt SPON 5 begonnen werden, tiefere Vernetzung von Internet und Intranet zu planen. Nach der Einfuhrung von Datenbank und Produktionssystem, wurden zunachst die Arbeitablaufe zwischen Drucksystemen, Archivierung und Vorabveroffentlichung organisiert. Außerdem wurde zusammen mit der SPIEGEL Dokumentation der Grundstein fur eine strukturierte Organisation der schnell wachsenden multimedialen Inhalte von SPIEGEL ONLINE gelegt.

 

Bourdeille, Chassaing de  / Nicole Mattig-Fabian 

"Die 'SAT.1-Presselounge' im Internet - aktuell publizieren leicht gemacht"

Moderne Kommunikationswege: Die privaten Sender publizieren die Programmdaten für Verlage und Journalisten nur noch digital! Die digitalisierten Programminformationshefte werden in einem Business-to-Business Auftritt im Web angeboten. Kurze, papierlose Wege, schnell und bequem! Die Informationen sind dann nur über Mailboxen, E-Mails und vor allem über die Presselounges der Sender im Internet zu beziehen. Mit der SAT.1-Presselounge können Sie natürlich jetzt schon arbeiten. Schauen Sie doch mal ‚rein, es lohnt sich. (presse.sat1.de)

 

Deggeller, Kurt 

"Der Zugriff auf die heterogene Datenbanklandschaft des audiovisuellen Kulturguts im Informationsnetz"

1995 wurde in der Schweiz der Verein Memoriav zur Erhaltung des audiovisuellen Kulturguts gegründet. Ihm gehören die landesweit tätigen Institutionen an, welche über wichtige audiovisuelle Bestände verfügen. Durch ihre Vernetzung sollen die Erhaltung und Vermittlung von Fotografien, Filmen, Tondokumenten und Videos in der Schweiz verbessert werden. In einem zusammen mit dem Softwareunternehmen Eurospider durchgeführten Pilotprojekt wurden erstmals 4 Datenbank über Foto-, Film-, Video- und Tonbestände mit ganz unterschiedlichen Strukturen so miteinander vernetzt, dass sie über das Web gemeinsam recherchierbar sind. Für die Strukturierung der Daten wurde der Dublin Core verwendet.

 

Diesing, Michael 

"Medienbeobachtung"

Unternehmensleitungen, PR- oder Marketing-Abteilungen brauchen täglich schnell und umfassend das Meinungsbild der Medien über ihr Unternehmen, ihre Produkte oder ihre Wettbewerber. Angesichts der unüberschaubaren und wachsenden Anzahl der Quellen stehen diejenigen, die für die Informationsbeschaffung verantwortlich sind, vor einer sehr komplexen Aufgabe.

Wie kommt man an aktuelle, relevante und vollständige Medien-Informationen?

Dieses Referat stellt unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten anhand der Angebote deutscher Dienstleister vor.

 

Gasterich, Franz-Josef

Der Einsatz von Internet-Technologien findet auch in hausinternen Informationssystemen, sogenannten Intranets, zunehmend Verwendung. Die Archive können damit auf eine neue, kostengünstige Technik zurückgreifen, um ihre traditionellen Inhalte sowie neue Informationsdienste den Redaktionen mit vergleichsweise einfachen Mitteln elektronisch anzubieten. Der Vortrag berichtet über Aufbau, Betrieb, Inhalte und technische Grundlagen des Intranets, das das F.A.Z.-Archiv als Medium für die Informationsversorgung der Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung verwendet.

 

Gericke, Dr. Thomas 

"Mit Knowledge Sharing-Technologien zu effizientem Knowledge Retrieval"

Nach einer IDC-Studie wächst die weltweit in Intranets zu verarbeitende Informationsmenge von 6 Terabyte 1998 bis auf 1159 (!) Terabyte im Jahre 2006. Damit ist der effiziente Umgang mit der Informationsflut eine der zentralen Herausforderungen. Gleichzeitig prognostiziert die Gartner Group, daß eine Technologie, die unstrukturierte Inhalte von Dokumenten präzise finden und auswerten kann, nicht vor dem Jahre 2003 verfügbar wäre.

Ein neuer Ansatz besteht nun in der Unterstützung durch semantische Verfahren. Ziel des Vortrages ist es, eine derartige praxiserprobte Methode vorzustellen, die durch Patente abgesichert ist und vom anerkannten Deutschen Forschungszentrum, für Künstliche Intelligenz als ?einzigartig? eingestuft wird.
Der entscheidende Erfolgsfaktor ist dabei die Idee, die semantischen Strukturen über die Recherchetätigkeit der Anwender zu pflegen. Der aus der praktischen Anwendung entstandene Erfahrungsschatz von Mitarbeitern soll gesichert, ständig weiterentwickelt und für Kollegen nutzbar gemacht werden. Das Recherche-Know-how der Mitarbeiter wird dabei als Strukturwissen verstanden, das in Form von Volltext-Suchstrings im System hinterlegt wird und durch ein semantisches Abfragenetz dargestellt werden kann, in dem die Suchthemen und ihre Beziehungen zueinander abgebildet werden. Die die modular aufgebaute (Abfrage)Struktur ist dabei getrennt von den Dokumenten und ermöglicht eine hohe Flexibilität, bei deutlich geringerem Pflegeaufwand.
Eine Art Fuzzy-Logic-Suche mit der Fähigkeit zur Mustererkennung findet Recherche-Begriffe auch dann, wenn sie fehlerhaft eingegeben wurden und navigiert den Suchenden zielsicher durch die Abfragethemen. Das Wissens-Controlling über Lese- und Zugriffsstatistiken ist dabei als Steuerungselement sehr wichtig.

Der Hauptvorteil dieser Technologie besteht in der Wiederverwendbarkeit. Der Rechercheaufwand wird erheblich reduziert - bei einer deutlich höheren Qualität der Suchergebnisse.

Gessner, Dieter

Medienbrueche, Modernisierung von eingefuehrten Such-Find-Mitteln, Mehrsprachigkeit von Volltextquellen, interne und externe Informationsbevorratung haben seit jeher heterogene Archivbestände konstituiert. Auf dem Hintergfrund der im Gang befindlichen Elektronifizierung von Pressearchiven haben sich die Probleme der Bestandsbildung und Bestandsprofilierung verschärft. Nutzerorientierte Zugänge und Rechercheoberflächen fordern ihr Recht. Wie sehen die Lösungen, die modernen Navigationswerkzeuge eines Redaktionsarchivs aus ? Am Beispiel des Spiegel-Archivs sollen Aufgabenstellungen und "Lösungen" diskutiert werden.

Goedert, Prof. Winfried (entfällt)

"Rezeption medial repräsentierter Information als Konstruktion von Information"

Die Informations- oder Wissensgesellschaft ist in aller Munde, das Ver ständnis derselben ist gleichwohl unklar. Unscharf ist auch das Ver ständnis der zugrundeliegenden Begriffe Information und Wissen sowie des Erwerbs von Information aus den verschiedenen medialen Repräsentationsformen. Allenfalls läßt sich eine gewisse Einseitigkeit bemerken, die durch den informationstechnischen Primat und an der Nachrichtentechnik orientierten Übertragungsformen geprägt ist. Aus gangspunkt der Erörterung ist die Beobachtung, daß Menschen Informationsbedürfnisse besitzen, die sie durch Inanspruchnahme verschiedenster externer Quellen und Hilfsmittel befriedigen wollen. Die neuartigen Speicher- und Findeformen führen zu übersteigerten Erwartungen, wenn man an all die Formulierungen mit virtuell, cyber, Hyper, Multimedia, Information Superhighway etc. denkt. Häufig wird dabei suggeriert, die veränderte mediale Präsentation habe neuartige und bessere Qualitäten für die Rezeption von Information, ohne dass die dabei beteiligten Prozesse völlig verstanden sind. Innerhalb eines konstruktivistischen Modells der kognitiven Informationsverarbeitung und der Rezeption medial gespeicherter Information, das an Grundbedingungen der menschlichen Kommunikation orientiert ist, soll daher diese These näher (und kritisch) betrachtet werden.

 

Hellms, Fritz / Britta Tepperwien

"E-Commerce im Dokumentationsumfeld an Hand von Bildern "

Der Vortrag behandelt die Entwicklung des traditionellen, papierbasierenden Bildarchives des Sueddeutschen Verlages (SV) zu einem wesentlichen Bestandteil der E-Commerce-Strategie der DIZ Muenchen GmbH. Mit dem Dokumentations- und Informationszentrum Muenchen betreiben der SV und der Bayerische Rundfunk ein gemeinsames Dienstleistungsunternehmen im Bereich der Text- und Bilddokumentation. Parallel zur Abloesung der bewaehrten, aber kostenintensiven Grossrechnertechnik für den Textbereich durch modernste Web-Technologie werden auch E-Commerce Bausteine entwickelt, die eine zunehmende kommerzielle Bedeutung fuer das DIZ darstellen. Gemeinsam mit dem Lueneburger Systemhaus Werum wurde auf Basis des Hyperwave Information Servers zunaechst der Internetauftritt des Textarchives umgesetzt: Sowohl der kostenpflichtige DIZ-MedienPort als auch das kostenfreie SZ-Archiv werden auf dem gleichen Server betrieben. Nun oeffnet sich auch das SZ-Bildarchiv dem Internet. Der in der Startphase befindliche Internetauftritt bietet das ueber den IPTC klassifizierte sowie einer Dossierstruktur (Textarchiv) zugeordnete und, zur Vermarktung freigegebene Bildmaterial zur Recherche und Navigation in Thumbnail- und Preview-Qualitaet an. Ein registrierter Benutzer kann sich einen oder auch mehrere Warenkoerbe zusammenstellen und beim DIZ Online bestellen.

Neben einer Vorstellung der eingesetzten Technik beschreibt der gemeinsam von DIZ und Werum abgehaltene Vortrag auch die Projekthistorie, einschliesslich kommerzieller Randbetrachtungen und nicht immer eingeplanter Problemsituationen.


Lehner, Richard / Dr. Günter Mühlberger

Im Rahmen des 4. Frameworks der Europäischen Kommission, Fachbereich Telematik for Libraries, wird ein Europa umspannendes Netzwerk von 7 Ausschnittarchiven von Universitäten und Nationalbibliotheken als Intranetlösung aufgebaut. Jedes Archiv kann damit sowohl in seinem eigenen Bestand als auch übergreifend über alle im Netzwerk vorhandenen Pools recherchieren. Neben den Sprachbarrieren, die mit Hilfe eines multilingualen Thesauruses gelöst werden, ist vor allem die Vereinheitlichung der Indexierungssystematiken eine Herausforderung.

Nähere Informationen können Sie der Projekt-Homepage von LAURIN entnehmen


Lingelbach-Hupfauer, Carmen

"Das ZDF-Modell eines Multimedia-Archivspeichersystems für Online-Dokumente   "

Das ZDF baut - im Rahmen eines Pilotprojektes - ein Multimedia-Archiv auf. Bewertet und dokumentiert werden multimediale Objekte der Online-Dienste des ZDF zum Zweck der Wiederverwendung durch die Redaktionen der Informationsdienste. Bei der Archivierung von multimedialen Objekten und kompletten HTML-Seiten ergeben sich sowohl technische Probleme und dokumentarische Fragestellungen; diese sollen in dem Vortrag erörtert werden.


Müller-Thurau, Klaus Peter

"Human Ressource Management - Eine Anforderung an Führungskräfte"

Thesen:

  • Unser Wirtschaftsgefüge / Sozialsystem muss aus dem Zeitalter der industriellen Produktion in den "digitalen Kapitalismus" (Peter Glotz) überführt werden.

  • Wissen und Information werden zu den Hauptwirtschaftsgütern.

  • Mehrwert entsteht nicht mehr aus Rohstoffen, Energie und Arbeit, sondern aus intelligent eingesetztem Kapital und einer Strategie, die den Menschen auf neue Art betrachtet.

  • Der Mensch wird zum Mittelpunkt, an dem "humanes Kapital" wie Bildung, Abstraktionsvermögen und planerisches Denken mit sozialer Kompetenz verschmelzen.

  • Das Humankapital steht im Zentrum der Wertschöpfungskette.

  • Der Wandel ist 
    unumgänglich 
    nicht schmerzfrei 
    bietet enorme Chancen

Credo:

"50 Prozent der Wirtschaft sind nun mal Psychologie. Wirtschaft ist eine Veranstaltung von Menschen, nicht von Computern. Deswegen spielen Stimmungen, Seelenlagen, spielt die Psychologie eine außerordentliche Rolle."
Alfred Herrhausen

Bis zum Beweis des Gegenteils gilt auch für jede "Dokumentation" die folgende Formel:

Produktivität = potentielle Produktivität minus Prozeßverluste
(Prozeßverluste = Motivationsverluste und Koordinationsverluste)

Themen:

  • Praktische Menschenkenntnis - oder: Wer von einem falschen Mitarbeiterbild ausgeht, kann nicht auch noch Erfolg haben wollen!

  • Mit welchen fachübergreifenden Qualifikationen gewinnt man die Zukunft?

  • Struktur und Dynamik von Teams - oder: Man muß zunächst innen stark sein, um nach außen stark wirken zu können!

Munzinger, Ernst 

“Munzinger Intranet Archiv”

Die digitale Publikation unserer Informationsdienste in Form des Munzinger Intranet Archivs ist eine Komplettangebot aus Hardware, Software, Inhalten und Update-Service für unsere Bezeiher aus dem Bereich der Medien. Es verbindet die bekannten und anerkannten Inhalte mit modernster Technik: Der Munzinger Intranet Server lässt sich problemlos in ein Intranet integrieren, stellt blitzschnell die gesuchten Informationen auf den Browsern der Nutzer dar und wird automatisch von uns aktualisiert, selbstverständlich mit der nötigen Sicherheitstechnik (firewall). 
Klare Inhalte, optimal angepasste Textstruktur kombiniert mit vielfältigen und sehr schnellen Recherchemöglichkeiten sind ebenso selbstverständlich wie Stabilität und Verfügbarkeit des Gesamtsystems. Und die Trennung von Server und Client bringt entscheidende Vorteile: die Software wird nur einmal auf dem Server installiert, Ihre Benutzer im Intranet haben sofort Zugriff auf das Archiv mit einem Standardbrowser, der Datenverkehr auf dem Netz ist auf das Mindeste beschränkt und deshalb schnell.
Das System ist inzwischen schon installiert bei der Deutschen Welle, RTL, n-tv und DIZ München. Weitere Installationen sind in Vorbereitung.

 

Pellizzari, Pio 

"Die Datenbank der Schweizerischen Landesphonothek und ihre Entwicklungsmöglichkeiten"

Die Erfahrungen mit den bisherigen Datenbanken, die Verbesserungswünsche seitens der Mitarbeiter, die Oeffnung der Datenbank und die damit verbundenen Anforderungen für die Benutzer sowie neue technischen Möglichkeiten haben die Phonothek zur Modernisierung und Verbesserung von FN-Base bewogen. Das Resultat ist eine offene, elastische Datenbank, die allen derzeitigen Anforderungen gerecht wird und auch neue Wege zur Integration von aussenstehenden Daten ermöglicht.

 

Peters, Günter

"Test und Einsatz des IBM-Tools DocCat zur automatischen Klassifizerung von Volltexten in der G+J Textdokumentation"

Das auf der letzten Frühjahrskonferenz in Salzburg von Herrn Geissler vorgestellte IBM-Tool "Text Miner" wurde bis August 1999 von IBM für die Bedürfnisse von Gruner+Jahr weiterentwickelt. Dies waren:

  • Verschlagwortung von Volltexten, die mit einem Themenbereich, Ländercode und einer Klassifikation durch das G+J-Lektorat versehen waren, nach dem G+J Digdok-Thesaurus.
  • Erkennung von Personen und Organisationsnamen.
  • Bearbeitung eines Artikel in maximal einer Sekunde.

Dieses Tool wurde seitdem von G+J getestet und evaluiert. Die Ergebnisse sind vielversprechend, so daß G+J das Tool intern für die Aufbereitung von DPA-Daten einsetzt. Bis April 2000 soll bei G+J entschieden werden, wie das IBM-Tool im Input der G+J Pressedatenbank eingesetzt werden kann. Vorgestellt werden die Programmspezifika des IBM-Tools, die bisherigen Testergebnisse und Einsatzmöglichkeiten bei G+J.

 

v. Prümmer, Klaus

röffnungsvortrag: "Anforderungen an das Medieninformationsmanagement bei veränderter
redaktioneller Arbeitsweise."

Während sich die Zeitungsverlage zu Medienhäusern entwickeln, kommen auf die Journalisten vielfältige neue Herausforderungen zu. Neue technische Geräte machen vieles möglich, doch den Konkurrenzkampf gegen die neuen Mitbewerber werden die Zeitungen nur durch die
Qualität ihres Inhaltes gewinnen. Deshalb sind Journalisten in Zukunft mehr denn je auf ihre Partner, die Dokumentare, angewiesen. Die Zusammenarbeit sollte allerdings anders gestaltet werden als bisher: Wir wünschen uns ein Team, in dem Redakteure, Recherche-Experten, Fotografen und Layouter gleichberechtigt zusammenarbeiten und in dem sie sich sowohl als Partner ihres Publikums wie des Verlages sehen.

 

Storm, Kai / Nicole Falke

"Dokumentarische Kompetenz in der New Media-Branche"

Die unter dem Eindruck zunehmender Konkurrenz einsetzende Professionalisierung der Betriebe der New Media-Wirtschaft, die verbunden ist mit einem Anstieg der Mitarbeiterzahl und der Dezentralisierung der Aktivitäten, intensiviert die Nachfrage nach einer Strukturierung der betrieblichen Informations- und Kommunikationssysteme. Die nur begrenzt vorhandene eigene Kompetenz der New Media-Unternehmen auf diesem Feld erfordert den Einsatz von Fachkräften für das Informationshandling. Eine qualitative Untersuchung analysiert die vorhandenen Strukturen des Informationsmanagements in der New Media-Industrie, deren Resultate bezogen auf ein neues Aktionsfeld für inhalts- und informationsorientiert arbeitende Experten interpretiert werden. Eine nachfolgende quantitative Befragung ermittelt die für eine informationsorganisatorische Funktion im New Media-Sektor benötigten Sachkenntnisse, Qualifikationen und Kompetenzen. Die Umsetzung der Ergebnisse der beiden Analysen liefert ein inhaltlich detailliert ausgearbeitetes Weiterbildungskonzept für Informationsspezialisten, die das erarbeitete Berufsbild des "Information Manager (New Media)" besetzen wollen.

 

Winter, Clemens

"Sieben auf (k)einen Streich - Fusion der SWR-Printarchive "

Clemens Winter hat die Digitalisierungsprojekte im Printbereich des ehemaligen SWF initiiert, konzipiert und betreut. Ausgangspunkt waren sieben konventionelle Ausschnittarchive.Keines davon fiel der Fusion zum Opfer und die Recherchekompetenz vor Ort konnte gesichert werden.Nach der Reorganisation finden sich die SWR-Pressearchive in einem arbeitsteiligen elektronischen Dokumentationsverbund wieder.Damit wurde nicht nur das Informationsangebot verbessert, sondern auch die Effizienz von IuD-Print erheblich gesteigert Wie das gelingen konnte und wie vor allem das Leitmotiv "von Menschen für Menschen" die Arbeit prägte, wird in diesem Erfahrungsbericht beschrieben.


02.03.2009